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Monte-Rosa Nordmassiv
Marinelli Couloir Monte-Rosa Ostwand

Monte-Rosa

Freeride-Paradise. Der Name ist Programm. Off-piste Möglichkeiten ohne Grenzen. Tiefschnee-Cracks erfüllen sich dort ihre innigsten Träume. Von Abfahrten in 50-55 Grad steilen Wänden und Couloirs bis zu 2.500 Höhenmetern über grenzenloses Freeriden in offenen und breiten Hängen einer atemberaubenden Gletscherwelt und beeindruckenden Naturlandschaft bis hin zu „Heliskiing" auf die zahlreichen 4000er-Gipfel. Das größte und höchste Freeride-Ressort in Europa sucht einfach seinesgleichen. Vor 10 Jahren noch einer kleinen Szene vorbehalten, die gelegentlich aus La Grave oder Chamonix herüberkamen, wenn es dort wieder mal zu voll wurde, sind Gressoney und Alagna leider inzwischen kein „Secret-spots“ mehr. Mit diesem Troß ist (leider auch noch) der Red Bull Snwothrill (www.redbullsnowthrill.com) von Chamonix zur MonteRosa "umgezogen". Spätestens seitdem  dürfte die Monte Rosa auch außerhalb der Insider in aller Munde sein. Dennoch ist die Zahl der Touristen und All-Mountain-Skifahrer vergleichsweise gering. Dies ist vor allem in der hohen Zahl der unpräparierten  Abfahrten begründet. Zudem sind zahlreiche Abfahrten nur den „Freaks“ vorbehalten, zu schwierig ist der Weg dorthin, noch schwieriger der Einstieg in die unberührten Hänge. Hier gibt es keine breiten Ski-Autobahnen, denn wir sind im Freeride-Paradise und dies ist wörtlich zu nehmen. Es ist alles reichlich vorhanden: Breite, offene Hänge, steile Rinnen und Couloirs oder die Steilwände des Lyskamm oder der Monterosa-Ostwand. Die Kunst ist es, sie zu finden!

 

Entweder man nimmt sich einen Guide der zahlreichen Bergschulen oder man kennt jemanden, der schon öfters mit den mehr oder minder redsamen „Locals“ unterwegs war. Dort erinnert man sich an jeden, der schon mal Punta Vittoria oder Marinelli Couloir gefahren ist, viele sind es auf jeden Fall nicht. Spätestens im März und April, wenn sich das berühmte „Genua-Tief“ über dem MonteRosa-Massiv ablädt, ist „man“ mit seinen „Fat-Boys“ unter sich. Nur Mitte April erwacht das so stille Gressoney noch einmal zum Leben. Dann treffen sich die off-piste-Puristen zu einem letzten Stelldichein zum monterosaskirider, um die Saison an der MonteRosa abschließend zu feiern. So oder so: Helme, LWS-Geräte, Hüftgurte, Seile, Felle, Steigeisen sind in jedem Terrain der MonteRosa absolute Pflicht und gehören genauso zur Grundausstattung wie die Seth Pistols, Big Blocks, den Made’n Ak, Legend Pro Riders, Monsters und Big Daddy’s! Denn anderes sieht man an der alten, unzeitgemäßen Gondel, die auf die 3.260 m hohe Punta Indren führt und am Bergrestaurant Balma Break endet, nicht. Leider soll diese nach dieser Saison eingestellt werden, da nur noch eine Konzession für ein Jahr vorliegt. Damit ist Lyskamm- und Salsa Valley nicht mehr so einfach erreichbar. Und trotzdem, es bleibt nur noch die eine Frage: Wann wird die MonteRosa endlich zum Mythos! (wwww.monterosa-ski.com)

Skirider’s Special: Bucht einen Heli mit Guide bei www.guidemonterosa.com (Gressoney) oder www.lyskammviaggi.com (Alagna)

Arnd Motzkus
arnd@skirider.de